Scandinavian Sports Workshop

Am 14. Skandinavischen Kongress über Medizin und Wissenschaft im Sport, welcher Anfang Februar 2018 in Kopenhagen, Dänemark stattfand, sprach PD Dr. Alexander Tarnutzer über Langzeitfolgen von Kopfverletzungen und repetitivem Kopfballspiel bei Fussballspielern. Schwerpunkte bildeten dabei eine kritische Analyse der bisher zu diesem Thema veröffentlichten Studien im Hinblick auf deren Stärken und Schwächen sowie eine vertiefte Diskussion, wie Langzeitfolgen von Kopfverletzungen in Zukunft besser untersucht und minimiert werden können. Dabei strich PD Dr. Tarnutzer insbesondere methodologische Schwächen bestehender Studien heraus und betonte, dass die bestehende Datenlage keine überzeugenden Hinweise für negative Langzeitfolgen des Kopfballspiels auf die Hirnfunktion enthält. Repetitive Kopfverletzungen im Sinne von Hirnerschütterungen («concussion») sind jedoch möglicherweise mit anhaltenden Störungen des Gedächtnisses verbunden. Abschliessend betonte PD Dr. Tarnutzer die Notwendigkeit weiterer, qualitativ hochwertiger prospektiver Studien über einen mehrjährigen Beobachtungszeitraum und der Berücksichtigung verschiedener Hirnfunktionen und -strukturen einschliesslich Bildgebung, neuropsychologischer Testung und Gleichgewichtstestung.