Titanic Building, Belfast, Northern Ireland

Das SCC referierte am 2nd World Congress of Sports Physical Therapy

Vom 6. bis 7. Oktober 2017 fand der „2nd World Congress of Sport Physical Therapy“ in Belfast (Nordirland) statt. Im Herbst 2015 organisierte der Schweizerische Verband für Sportphysiotherapie diese Konferenz, welche nun jede 2 Jahre über die Bühne geht (2019 wird es in Vancouver sein). Mehr als 600 Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren am „Optimal Loading in Sport“ (Thema der Konferenz) interessiert, und füllten die Säle des ikonischen Titanic Building. Dr. Mario Bizzini, Leiter Rehabilitation und Training vom Swiss Concussion Center war unter den eingeladenen Referenten und hielt ein Vortrag über die Integration von Verletzungsprävention im Rehabilitationsprozess von Sportlern.

Links: http://www.opload2017.com/

Das SCC referierte an der „The Future of Football Medicine“

Vom 13. bis 15. Mai 2017 fand die „Football Medicine Strategies Conference“ in Barcelona statt. Diese jährlich durchgeführte Konferenz wurde von der italienischen Isokinetic Medical Group sowie dem FC Barcelona organisiert und fand im legendären Camp Nou statt. Mit mehr als 2’500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 91 Länder ist es die grösste Fussball-medizinische Konferenz weltweit. Eine ausführliche Berichterstattung ist auch auf der Website des FC Barcelona zu finden.
Prof Jiří Dvořák und Dr. Mario Bizzini, beide im Swiss Concussion Center tätig, waren unter den eingeladenen Referenten und hielten Vorträge und Workshops über Concussion im Fussball, sportphysiotherapeutische Behandlungskonzepte und Prävention von Verletzungen.

 

Das Swiss Concussion Center stellt sich vor

Am 2. März 2017 fand die erste SCC-Fortbildung unter dem Thema „Das Swiss Concussion Center (SCC) stellt sich vor“ für Ärzte, Physiotherapeuten und medizinisch Interessierte statt. Die Fortbildung bestand aus zwei Teilen. In einem ersten Teil wurden Kurzvorträgen zum SCC und zur Diagnostik und Therapie bei Gehirnerschütterung gehalten. In einem zweiten Teil folgte eine Führung durch die SCC-Räumlichkeiten (SCC-Tour) mit Vorstellung der apparativen vestibulären und okulomotorischen Geräte (Diagnostik) und der Therapie- und Rehabilitationsmöglichkeiten. Im Anschluss bestand die Möglichkeit für einen inhaltlichen Austausch.

Das SCC referierte an der IOC World Conference

Vom 16. bis 18. März 2017 fand die „5. IOC World Conference – Prevention of Injury and Illness in Sport“ in Monaco statt. Die seit 2005 alle drei Jahre durchgeführte Konferenz wird vom Internationalen Olympischen Komitee organisiert. Dieses Jahr lockte sie mehr als 1’200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Fürstentum Monaco. Prof Jiří Dvořák und Dr. Mario Bizzini, beide im Swiss Concussion Center tätig, waren unter den eingeladenen Referenten und hielten Vorträge über Prävention von Verletzungen und Concussion im Fussball.

Haben Kopfverletzungen im Fussball langfristige Folgen?

Wiederholte Kopfverletzungen bei Fussball-Spielerinnen und -Spielern werden in Zusammenhang mit anhaltenden neurokognitiven Beeinträchtigungen und abnormen strukturellen Gehirnveränderungen gebracht. Ob diese Beobachtungen „echt“ sind, wird diskutiert. Zur Verbesserung unseres Verständnisses von anhaltenden Effekten des Fussball-Spiels auf Gehirnstrukturen und -funktionen, war eine systematische Aufarbeitung der existierenden Literatur notwendig.

Aus diesem Grunde führten wir unter Leitung von PD Dr. Alexander Tarnutzer einen systematischen Literatur-Review durch, beurteilten die Qualität der Studien und fassten die Ergebnisse zu neurokognitiven Befunden, zerebraler Bildgebung und EEG zusammen. Insgesamt wurden 30 Studien mit 1691 Spielern eingeschlossen. Die 57% (8/14) der Fall-Kontrollstudien, die über anhaltende neurokognitive Beeinträchtigungen berichteten, hatten ein höheres Risikoverhältnis für nicht adäquate Kontrolle von Typ-1 Fehlern (OR=17.35 [95%-CI=10.61-28.36]) und für ungeeignete Auswahl der Kontrollen (OR=1.72 [1.22-2.43]). Bei den Studien, die einen Zusammenhang zwischen Kopfball-Häufigkeit und neurokognitiver Beeinträchtigung fanden (6/17), war die Qualität der Erfassung der Häufigkeit der gespielten Kopfbälle signifikant niedriger (OR=14.20 [9.01-22.39]). In 7 von 13 Studien (54%) korrelierte die Anzahl der Kopfverletzungen mit dem Grad der neurokognitiven Beeinträchtigung. Auffällige Befunde in verschiedenen zerebralen bildgebenden Verfahren (6 von 8 Studien) waren in 3 von 4 Studien mit sub-klinischen neurokognitiven Defiziten einhergehend.

Insgesamt führte die Analyse zu der Schlussfolgerung, dass aufgrund methodischer Schwächen die Evidenz für anhaltende Effekte des Fussballspiels auf Gehirnstrukturen und -funktionen gering ist. Ursachen für Verzerrungen (Bias) beinhalteten die niedrige Qualität in der Erhebung der Häufigkeit der gespielten Kopfbälle, die nicht adäquate Kontrolle von Typ 1 Fehlern und die ungeeignete Auswahl von Kontrollen. Die Evidenz für eine Korrelation zwischen der Häufigkeit des Kopfballspiels und neurokognitiven Defiziten war schwach und durch eine inakkurate Erfassung der Kopfballspielhäufigkeit verzerrt. Die Kombination von zerebraler Bildgebung und neurokognitiver Testung in prospektiven kombinierten Längsschnitt- und Querschnittsstudien im Frauen- und Männer-Fussball erscheint essentiell, um weiter zu klären, ob ein Zusammenhang zwischen Fussball und Veränderungen der Gehirnstrukturen und -funktionen besteht.

Den Abstract zur Studie finden Sie unter diesem Link.

Das SCC an der 5th International Consensus Conference on Concussion in Sport in Berlin

Vom 27.-29. Oktober 2016 fand die 5. Internationale Konsensus Konferenz zu Concussion in Sport in Berlin statt. Die seit 2001 alle vier Jahre durchgeführte Konferenz wird durch Internationale Sportverbände einschliesslich des Internationalen Olympischen Komitees unterstützt und wurde 2016 vom Internationalen Eishockeyverband (IIHF) organisiert. Das Ziel der Konferenz bestand in der Zusammenfassung aktueller evidenzbasierter Fakten als Grundlage für die Erarbeitung eines Konsensus rund um das Thema „Concussion im Sport“, ein Dokument, das von Ärzten und anderem medizinischen Personal im Umgang mit verletzten Sportlerinnen und Sportlern unabhängig vom Leistungsniveau benutzt werden soll.

Im Vorfeld der Konferenz wurden 12 systematische „Review-Paper“ durch die Mitglieder des wissenschaftlichen Komitees, dem auch Dr. Nina Feddermann und Prof. Jiri Dvorak angehörten, verfasst; knapp 60‘000 Publikationen wurden analysiert und 750 davon in den Prozess eingebaut.

„Diagnosis is the key“ wurde zur wichtigsten Schlussfolgerung der Konferenz. Die Diagnose sollte auf den Ergebnissen der klinisch neurologischen und neuropsychologischen Untersuchung basiert und durch Untersuchungen des Gleichgewichtsorgans, der Augenbewegungen und der Halswirbelsäule ergänzt werden. Dieser interdisziplinäre Ansatz zur Diagnosestellung bildet die Grundlage für die Behandlung und die Rückkehr zum Routinetraining und Wettkampfsport („Return to Sport“) und bei Kindern auch für die Rückkehr zur Schule.

Vom Swiss Concussion Center vertreten waren (alphabetisch): Dr. Mario Bizzini, PD Dr. Christopher Bockisch, Prof. Jiri Dvorak (Mitbegründer der Concussion in Sports Gruppe, Mitglied des Organisations- und Wissenschaftlichen Komitees), Dr. Nina Feddermann (Mitglied des Wissenschaftlichen Komitees), Prof. Astrid Junge, Dr. Yann Le Clec`h, Karin Mani, Cornelia Meier, PD Dr. Alexander Tarnutzer und Dr. Yulia Valko.

Die Resultate der 12 Review-Papers werden im Mai 2017 zusammen mit dem Consensus Statement im British Journal of Sports Medicine publiziert. 

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Das SCC-Team in Berlin

 

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Das Wissenschaftliche Komitee

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Das Swiss Concussion Center an der 25th International Conference of Sports Rehabilitation and Traumatology in London

Die 25th International Conference of Sports Rehabilitation and Traumatology, die vom 9. bis 11. April 2016 im Queen Elizabeth II Conference Center in London stattfand, fokussierte dieses Jahr auf das Thema „Return to Play“. Über 2’000 Ärzte und Physiotherapeuten aus 89 Ländern nahmen daran teil. Auch das Swiss Concussion Center war vertreten und wurde von Prof. Jiří Dvořák, Chefarzt der FIFA und Mitglied des Swiss Concussion Center, im Rahmen einer Präsentation vorgestellt. Hier gelangen Sie direkt zur Mitteilung (in Englisch).

Twitter: @footballmed oder #RTP2016

 

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Aktuelles zu Kurz- und Langzeitfolgen des Kopfballspiels am 3. DFB-Wissenschaftskongress

PD Dr. Alexander Tarnutzer, Mitglied des Swiss Concussion Center, präsentierte am 21.1.2016 am 3. Wissenschaftskongress des DFB in Frankfurt die neuesten Erkenntnisse zum Thema „Effekte des Kopfballspiels auf Hirnfunktionen und -strukturen“. Er beleuchtete dabei die bestehende Literatur kritisch hinsichtlich möglicher Einflüsse des Kopfballspiels auf die Neurokognition, das Gleichgewicht und Hirnstoffwechselvorgänge. Der 3. Wissenschaftskongress des DFB stiess aufgrund seines hochkarätigen Programms auf sehr reges Interesse und war mit rund 380 Teilnehmern und Teilnehmerinnen ausgebucht.

Hier geht es direkt zur Aufzeichnung des Referats (Video on Demand).

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Prof. Jiří Dvořák stellt das Swiss Concussion Center an der 5. AFC Medical Conference in Neu-Dehli vor

Prof. Jiří Dvořák wurde als Keynote-Referent zur „5th Medical Conference of the Asian Football Confederation (AFC)“ in Neu-Dehli, Indien, eingeladen. In einer seiner Reden stellte er die neuesten Entwicklungen im Bereich „On-field management concussion in football“ und auch kurz das Swiss Concussion Center vor.

Prof. Jiří Dvořák wurde im Rahmen der Konferenz mit dem „AFC President’s Award for Football Medicine“ ausgezeichnet.

Von Seiten Swiss Concussion Center nahm zusätzlich Dr. Mario Bizzini, Leiter Physiotherapie, als Referent teil. Er referierte zu sechs unterschiedlichen Themen, u.a. auch Verletzungsprophylaxe im Leistungssport.

Die 5. AFC Medical Conference in Neu-Dehli verzeichnete rund 600 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 67 Nationen.

Mario Bizzini, Leiter Physiotherapie SCC, am 1. Weltkongress der Sportphysiotherapie in Bern zum Thema „Return to Play“ #RTP2015

Am 20. und 21. November 2015 fand in Bern der 1. Weltkongress der Sportphysiotherapie zum Thema „Return to Play“ (RTP) statt. Mehr als 800 Teilnehmern aus 45 Ländern verfolgten die Vorträge von 23 internationalen renommierten Referentinnen und Referenten. Die Veranstaltung wurde vom Schweizerischen Sportphysiotherapie Verband, der International Federation of Sports Physical Therapy und dem British Journal of Sports Medicine organisiert. Dr. phil. Mario Bizzini, Leiter der Physiotherapie des Swiss Concussion Center, war Leiter des Wissenschaftlichen Komitees, und somit für das Programm verantwortlich. Karim Khan (Editor BJSM), Clare Ardern (Aspetar Sports Medicine Research) und Mario Bizzini waren die Initiatoren des sogenannten „RTP consensus meeting“, das einen Tag nach dem Kongress in Bern stattfand. Ziel dieses Meetings war es, eine wissenschaftliche Publikation in diesem wichtigen Bereich zu veröffentlichen.