Unsere Basistestung und Schulungen sind die Grundlagen

für ein optimales diagnostisches und therapeutisches Management des Sportlers nach Gehirnerschütterung.

Verbesserung von Diagnostik und Therapie

Zur Verbesserung von Diagnostik und Therapie nach Kopftrauma sollen insgesamt 300 Leistungssportler (Eishockey, Handball, Fussball und Wintersport) vor Beginn der Saison untersucht werden. Alle Sportler, die im Verlauf der Saison eine Kopfverletzung erleiden, werden erneut untersucht, so dass individuelle Befunde vor und nach einer Gehirnerschütterung verglichen werden können. Der Vergleich von Daten vor und nach einem Kopftrauma ermöglicht eine genauere Diagnose und damit auch eine spezifischere, Zeit und Kosten sparende Therapie sowie ein besseres Return-to-Sport. Zusätzlich können die Daten der gesunden Sportler auch als Normwerte für Sportler ohne Basisuntersuchung verwandt werden. Ausserdem soll aus den aussagestärksten Untersuchungen eine Kurzversion für Basisuntersuchung und die Diagnostik nach Kopf-Trauma entwickelt werden.

Warum ist das Projekt wichtig?

Bisher wurde davon ausgegangen wurde, dass bei einer Gehirnerschütterung ausschliesslich das Gehirn betroffen ist. Neue Untersuchungen zeigen jedoch, dass in vielen Fällen auch das Gleichgewichtsorgan und/oder die Halswirbelsäule beeinträchtigt sein können. Dies hat fundamentale Auswirkungen auf die Therapie: Während bei einer primär zentralen Störung (Gehirn) in der Initialphase Ruhe verordnet wird, sollte bei einer peripheren Störung (Gleichgewichtsorgan, Halswirbelsäule) möglichst frühzeitig mit einer spezifischen Behandlung begonnen werden, um zentrale Kompensationsmechanismen zu beschleunigen.

Aufgrund fehlender Vergleichswerte kann bei verletzten Sportlern häufig nicht entschieden werden, welche der diagnostizierten Befunde bereits vor der aktuellen Gehirnerschütterung bestanden und welche durch die akute Gehirnerschütterung verursacht wurden. Unser Ziel unserer Untersuchung ist es, Symptome und Befunde von zentralen und peripheren Störungen zu differenzieren, um die Therapie zukünftig symptom-spezifisch, individualisiert und damit zeit- und kostensparender durchführen zu können.

Was ist geplant?

Insgesamt sollen 300 Leistungssportler vor der Saison untersucht werden. Alle Sportler, die im Verlauf der Saison eine Kopfverletzung erleiden, werden erneut untersucht, so dass individuelle Befunde vor und nach einer Gehirnerschütterung verglichen werden können.

Was müssen die Sportler bzw. der Verein tun?

Die Sportler nehmen an der Basisuntersuchung vor Beginn der Saison teil, und alle Sportler, die in der Saison 2018/19 ein Kopf-Trauma erleiden, werden erneut im SCC untersucht und auf Wunsch auch behandelt. Es entstehen keinerlei Kosten für den Sportler oder den Verein.

Was wird untersucht?

Das vestibuläre System und die Körper-Balance, das visuelle System, die Augenbewegungen, die Halswirbelsäule und die Neurokognition werden sowohl klinisch durch einen Arzt als auch mittels verschiedener apparativer Verfahren untersucht. Zusätzlich werden anamnestische Angaben und Beschwerden mittels eines Fragebogens erhoben.

Wo werden die Untersuchungen durchgeführt?

Alle Untersuchungen werden in den Räumen der Schulthess Klinik oder bei Teilnahme von Teams auch in den Räumen des Vereins durchgeführt.

 Wie lange dauern die Untersuchungen?

Die Untersuchungen dauern 3 bis 4 Stunden. Die Untersuchungen werden so organisiert, dass jeweils 8 Sportler als Gruppe untersucht werden. So können alle Sportler eines Teams an einem Tag untersucht werden. Für verletzte Sportler werden individuelle Termine angeboten.

Was sind die Vorteile für die Sportler und den Verein?

Alle Sportler erhalten eine umfassende Basisuntersuchung, die wichtige Vergleichsdaten für die Therapieentscheidung nach einem Kopf-Trauma beinhaltet. Im Falle eines Kopf-Traumas werden kostenlos zusätzliche Untersuchungen durchgeführt, die die Unfallversicherung des Sportlers nicht übernimmt. Damit ist eine sehr viel spezifischere (und somit effektivere) Behandlung und ein kontrolliertes Return-to-play des verletzten Sportlers möglich.

Wer leitet das Projekt und ist mein Ansprechpartner?

Dr. med. Nina Feddermann-Demont, Swiss Concussion Center (SCC)
Schulthess Klinik, Lengghalde 2, CH-8008 Zürich
Telefon: +41 44 385 72 00; email: nina.feddermann@swissconcussion.com

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